

Ich arbeite mit Glas, seit ich denken kann.
Als Jugendlicher stand ich in der Werkstatt meines Vaters, einem Kunstglasbläser in Lauscha, und lernte dort, wie sehr Geduld, Temperatur und Timing über die Form entscheiden. Dieses Handwerk hat mich nie losgelassen.


Nach meiner Ausbildung in München und Zwiesel sammelte ich Erfahrungen in verschiedenen Bereichen des Glasapparatebaus – von der industriellen Serienfertigung bis hin zu hochpräzisen Sonderanfertigungen für Forschung und Lehre. In dieser Zeit arbeitete ich mit unterschiedlichen Werkstoffen wie Borosilikat- und Quarzglas, fertigte anspruchsvolle Bauteile und Laborgeräte, leitete Arbeitsprozesse, schulte Mitarbeiter und vertiefte mein Gespür für die Verbindung von Handwerk und Technik.
Mit der Zeit wuchs der Wunsch, meine eigenen Ideen zu verwirklichen – unabhängig, experimentell und mit einem offenen Blick für neue Werkstoffe. So entstand die Glasschmiede Schwan, eine Werkstatt, in der traditionelles Glasbläserhandwerk mit modernen Verfahren zusammentrifft.


Als Glasapparatebau-Meister verbinde ich präzises Handwerk mit der Freiheit, neue Formen zu denken. In meiner Werkstatt entstehen Unikate, in denen Technik und Gestaltung ineinandergreifen – Glas trifft auf Metall, Holz, Beton oder 3D-gedruckte Strukturen. Mit Feuer und Licht forme ich Materialien zu Objekten, deren Ausdruck aus meiner Erfahrung und dem Spiel mit Form und Material wächst.
Jedes Stück wächst aus einer Idee und wird mit höchster Sorgfalt gefertigt – handgearbeitet bis ins Detail, gebaut, um zu bestehen.
Ich glaube daran, dass echte Qualität sichtbar ist: in der Klarheit des Materials, in der Präzision der Form und in der Ruhe, die bleibt, wenn das Werk vollendet ist.

Manche Ideen entstehen nicht auf dem Papier, sondern direkt im Feuer.
In meiner Prototyp-Schmiede entstehen freie Entwürfe, Experimente und Formen, die oft der Anfang neuer Werkserien sind.
Was dort entsteht, ist noch im Werden – aber manchmal zeigt gerade das Unfertige den wahren Charakter eines Materials.